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- Kläranlage Potsdam Nord
Moderne Klärtechnologie
Für die Reinigung der Abwässer aus den nördlich der Havel gelegenen Stadtteilen von Potsdam steht die Kläranlage Potsdam Nord zur Verfügung. Die auf dem Gelände bereits 1965 in Betrieb genommene Anlage wurde bis zum September 1999 grundlegend saniert und erweitert.
Auf der Kläranlage in Potsdam-Nord wird das Abwasser seitdem in einer für Deutschland erstmaligen Art und Weise gereinigt.
Die Kläranlage Potsdam Nord, die im Wesentlichen aus einem Mischwasser-Kanalnetz gespeist wird, hat nach der Erweiterung eine Kapazität von 90.000 Einwohnergleichwerten (EGW). Im Jahr 2009 war die Anlage durchschnittlich zu ca. 77 % ausgelastet.
Die Technologie der Kläranlage und die Anordnung der Bauwerke wurden so gestaltet, dass im Bedarfsfall auf den noch vorhandenen Freiflächen ohne weiteres eine Verdoppelung der Kapazität vorgenommen werden könnte.
In der Vorreinigung wird durch Rechenanlagen, Sand- und Fettfang das Abwasser von groben Inhaltsstoffen, Sand und Fetten getrennt. Die noch im Abwasser vorhandenen gelösten organischen Kohlenstoffverbindungen und Nährstoffe wie Phosphor und Stickstoff werden in der neuartigen Belebungsstufe eliminiert.
Zur Anwendung kommt ein modernes biologisches Verfahren, welches in Potsdam erstmals auf einer kommunalen Kläranlage Deutschlands angewendet wurde. Dabei handelt es sich um ein zyklisches Aufstaubelebungsverfahren, bei dem Belebungs- und Nachklärstufe in einerbaulichen Einheit zusammengefasst sind.
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- Klärbecken der Kläranlage Potsdam Nord
In der biologischen Reinigungsstufe werden nach dem Belebtschlammverfahren die Kohlenstoffverbindungen sowie eutrophierende Stickstoff- und Phosphatverbindungen reduziert. Vier identische Beckeneinheiten kommen zum Einsatz, wobei die Kohlenstoff- und Stickstoffelimination simultan während der Befüllphase erfolgt.
Nach der Befüllphase setzt sich der Schlamm auf dem Beckenboden ab. Es entsteht eine Klarwasserphase über dem Schlamm, welche über einen Klarwasserabzug in der Dekantierphase dem Sacrow-Paretzer-Kanal zugeleitet wird.
Nährstoffreduzierung im Vorfluter
Die Überwachungswerte der Anlage entsprechen der Größenklasse 4. Im Ablauf der Kläranlage, und damit im Zufluss zum Sacrow-Paretzer-Kanal, dürfen nicht mehr als 90 mg/l CSB (als Summenparameter für den chemischen Sauerstoffbedarf), 18 mg/l Stickstoff (als Stickstoff gesamt anorganisch) und 2 mg/l Phosphor enthalten sein.
Die erreichte Lastreduzierung der Kläranlage Potsdam Nord beträgt für CSB zwischen 90,7 % und 95,2 %, für Stickstoff zwischen 76,3 % und 87,7 % und für Phosphor zwischen 79,2 % und 94,8 % (Monatsmittelwerte aus dem Jahr 2002).
[Quelle: Umweltbericht der EWP]


